Dienstag, 24. September 2013

Ein paar Gedanken zu unserem Körper und was das neue "Superfood" kann

"Superfood"

Lange vergessene Nahrungsmittel mit großem Potential

immer mehr der sogenannten "Superfood" Lebensmittel werden auch in unserer Gesellschaft wieder bekannter. Vieles davon wurde schon vor Jahrtausenden von Hochkulturen wie den Maya oder Azteken als sehr wertvoll angesehen und stand regelmäßig auf deren Speiseplan. Egal ob Kamut, Azukibohne oder Chia-Samen; über die Jahre gerieten viele dieser ursprünglichen und sehr nährstoffreichen Lebensmittel in Vergessenheit und wurden in unserer heutigen Gesellschaft von industriell gefertigten und großteils tierischen Produkten verdrängt. Niemand nahm sich mehr die Zeit sich mit den ursprünglichsten aller Lebensmittel zu beschäftigen, warum auch? Alles was satt macht (und auch nicht viel mehr als das) gibts doch schon lange direkt vor unserer Nase im Supermarkt zu kaufen.

Mit Folgen: erst in der heutigen Zeit, in der Zivilisations-Krankheiten wie Diabetis, Adipositas, Allergien und Krebs im Vormarsch sind, wird vielen Menschen bewusst, was für eine Rolle die Ernährung im Bezug auf unsere Gesundheit spielt. Es wird zwar irre viel Wert darauf gelegt keinen Diesel in ein Benzin Fahrzeug zu tanken aber womit wir unseren Körper mehrmals täglich betanken ist für uns nebensächlich geworden. Kaum einer hinterfragt was eigentlich der Körper für Treibstoff braucht um optimal zu funktionieren. Dabei ist das Prinzip im Grunde das Gleiche...tankt man das Falsche geht der Motor irgendwann kaputt...

Unser Körper ist ein kleines Wunderwerk in Sachen Selbsterhaltungstrieb: um starken Schäden oder gar dem Tode zu entgehen hat er sich eine Unzahl an Notfallmaßnahmen einfallen lassen.
Zwei Beispiele: Viele Lebensmittel wie zum Beispiel zu viel Zucker (auch in Form von Weißmehl) übersäuern unser Blut. Sinkt der pH-Wert im Blut zu weit ab kann dies lebensbedrohlich werden. Aus diesem Grund hat der Körper gelernt Säuren möglichst schnell aus dem Blut abzuleiten und sie im Bindegewebe einzulagern wo sie darauf warten sollen z.B. durch basische Lebensmittel neutralisiert zu werden. Ein weiteres Beispiel ist der Kalziumhaushalt. Kalzium ist nicht nur wichtig für die Stabilität unserer Knochen und Zähne sondern auch für die Reizübertragung im zentralen Nervensystem, die Blutgerinnung und Aktivierung von Hormonen und Enzymen. Führen wir ihm zu wenig davon zu holt sich unser Körper die nötigen Kalziummengen aus unseren Hauptspeicherquellen: den Zähnen und Knochen. Er denkt sich also: lieber krieg ich in paar Jahren Osteoporose und kann mein Essen nicht mehr kauen weil mir die Zähne ausgefallen sind als das ich in den nächsten Wochen draufgeh weil mein zentrales Nervensystem nicht mehr richtig funktioniert...
Ihr seht also, unser Körper ist alles andere als nur fies zu uns und wird einfach nur krank um uns zu ärgern, ganz im Gegenteil: er wird immer versuchen sich für das kleinere Übel zu entscheiden und sich selbst sprich uns so gut er kann am Leben zu erhalten. Je weniger wir ihm aber dabei behilflich sind, mit dem Treibstoff sprich den Nährstoffen die er täglich dafür braucht, umso schwerer machen wir ihm seine Arbeit.

Viele Leute denken nach wie vor, dass Gesundheit gleichzusetzen ist mit nicht-krank sein. Aber Wenige sind sich bewusst, dass ein wirklich gesunder, optimal funktionierender Körper nicht nur gesund ist sondern, dass dies auch mit mehr Lebensfreude, Vitalität, Tatendrang, Leistungsfähigkeit und vielen anderen positiven Erscheinungen verbunden ist.

Aber zurück zu den Superfoods. Ich werde versuchen euch nach und nach immer wieder neue dieser sogenannten Superfoods und deren tolle Eigenschaften vorzustellen. Die meisten davon bekommt ihr in gut sortierten Bioläden ;)



Meine ersten veganen Schritte in Wien...

Hallo ihr Lieben,

am Wochenende haben wirs endlich mal geschafft, unseren Freunden in Wien einen Besuch abzustatten, noch bevor unser kleiner Bauchuntermieter sein warmes Nestchen verlässt um uns vermutlich die nächsten Jahre auf Trapp zu halten ;) Tasche geschnappt, paar Sachen rein und schon saßen wir samt meinem dicken Babybauch Freitag Nachmittag im neuen schicken Firmenauto (der musste ja schließlich auch mal richtig Probegefahren werden ;) in Richtung Wien.
Nach einem gemütlichen ersten Abend bei Sabine und Tom, hatten die beiden für Samstag Morgen in einem "neuen" Café für uns ein Frühstücksplätzchen reserviert. Ein sehr nettes, von außen total unscheinbar wirkendes Lokal, in das ich persönlich nie von selbst reingestolpert wäre, wenn ich dran vorbeigelaufen wär :P Aber sowas bedarf ja oft einem Insider-Tip, in diesem Fall eine Homepage von zwei Mädels die gerne frühstücken gehen (Die Frühstückerinnen ist jetzt keine speziell vegane Seite, aber die Idee find ich total nett und wie man sieht sind auch vegane Frühstücksmöglichkeiten dabei)
Das Café ist typisch im charmanten, retro-wiener Stil eingerichtet mit alten dunklen Holztischen, Sesseln und Bänken, aber sehr gemütlich. Auch über den Service gabs absolut nix zu meckern.

Das Lokal lockt mit einer umfangreichen Frühstückskarte bei denen einige Frühstücksangebote auch im Vegan-Style bestellt werden können. In meinem Fall nannte sich das Angebot "Earth" Frühstück mit Obstsalat, leckerer Avocado, Olivenaufstrich, gebratenes und rohes Gemüse, gebratenem Räuchertofu und verschiedenes Vollkorngebäck. Mit dem Olivenaufstrich hatten sie mir zwar nicht gerade ins Herz geschaut (ich kann die Dinger nach wie vor noch nicht ausstehen obwohl ich sie tapfer Jahr für Jahr wieder probier) aber Pezi hatte seine Freude dran und hat sichs schmecken lassen ;)
Optional kann man noch unterschiedliche Dinge wie Hummus oder selbstgemachte Marmelade dazubestellen. Hab ich gemacht und war sehr lecker :)
Auch der Sojamilch Kakao überraschte mit einem richtig leckeren, dicken Milchschaumhäubchen...
Also alles in allem waren meine ersten veganen Frühstücksschritte in einer fremden Stadt durchaus erfolgreich und haben mir wieder ein Stückchen mehr die Angst davor genommen auch im Urlaub der veganen Schiene treu bleiben zu können ;)

Freitag, 20. September 2013

Bunte Kartoffelpfanne


Ein leckeres, schnelles Gericht zur Gemüseverwertung aus dem Kühlschrank :)
Ihr schneidet einfach alles rein, worauf ihr Lust habt.

Zutaten:

Kartoffeln
Gemüse
Olivenöl
25 g Cashewkerne
80 g Wasser

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in das Thermomix-Körbchen geben. 1 l Wasser in den Mixtopf füllen und die Kartoffeln 25 min Varoma Stufe 1 bissfest kochen.
Inzwischen das Gemüse schneiden und in Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Cashewkerne und Wasser in den kalten Mixtopf geben und auf Stufe 10 ca. 1 min zu Cashewrahm pürieren.
Olivenöl in einer extra Pfanne geben und die gekochten Kartoffeln darin goldbraun braten. Mit Salz würzen. Das Gemüse dazugeben und alles abschmecken. Mit etwas Wasser ablöschen und den Cashewrahm unterrühren. Kurz aufkochen lassen bis es etwas angedickt ist und nett anrichten.

Donnerstag, 12. September 2013

Abartig geniale Pastasauce

Diese Pastasauce ist mit keiner anderen die man aus der nicht-veganen Küche kennt so wirklich vergleichbar. Schmeckt aber superlecker und ist total easy zuzubereiten!
Es ist ein englisches Rezept, deswegen die Mengenangaben in Cups. Umrechnungen findet ihr überall im Internet bzw. Cups bestellen könnt ihr auf Amazon wenn ihr öfter Verwendung habt dafür ;) Werd die nächsten Tage mal die Cups für euch umrechnen.


Zutaten:

1 Cup Sojamilch (ungesüßt)
1/3 Cup rohe, ungesalzene Cashewkerne
1/4 Cup Nährhefe (Bioladen)
3 EL Tamari oder Sojasauce
2 EL Pflanzenmargarine
1 EL Tahini
1 EL frischer Zitronensaft
2 TL Senf
1/2 TL Paprikapulver
2-4 Knoblauchzehen
Schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung:

Alle Zutaten in den Thermomix-Mixtopf (oder einen anderen starken Blender) geben und für 1 min Stufe 10 alles zu einer cremigen Sauce verarbeiten. Die Nudeln in eine Pfanne geben und die Sauce darüber gießen und kurz erhitzen. Fertig!!

Bananentoast mit Cornflakes-Kruste


Es mag vielleicht ein wenig abartig klingen aber vertraut mir: wer süßes Frühstück mag wird diesen Bananentoast lieben! Ich muss zugeben beim ersten mal hatte ich nicht sehr große Erwartungen an diese Brot-Obst Kombi und hab sie eigentlich nur ausprobiert weils so abartig geklungen hat :P
Aber ab da war ich ihm verfallen und mach ihn seither immer wenn ich ein bisschen Zeit hab in der Früh :) Probierts mal aus, ehrlich!!

2 Portionen

Zutaten:
4 Scheiben Vollkornbrot
60 g Mandelmus
1 EL Ahornsirup
1 Prise Salz
1 Banane

100 g Sojamilch
60 g Dinkelvollkornmehl
30 g Ahornsirup
1 Prise Salz
15 g zerbröselte Cornflakes
5 g gepoppter Amaranth
1/2 TL Zimt
4 EL Rapsöl

Zubereitung:
Mandelmus mit Salz und Ahornsirup vermischen und die Brotscheiben damit bestreichen. Die Banane in dünne Scheiben schneiden und darauf verteilen. Die Brotscheiben zusammenklappen und etwas andrücken.

Für die Kruste rührt ihr mit einem Schneebesen Sojamilch, Zimt, Salz und Ahornsirup zu einer glatten Masse an und wendet die Brotscheiben zuerst in der Masse und anschließend in der Mischung aus zerbröselten Cornflakes und gepopptem Amaranth. Sie sollten auch an den Rändern gut bedeckt sein.
Öl in einer Pfanne erhitzen und auf die mittlere Stufe zurückschalten. Die Toast darin von allen Seiten (auch den Rändern) goldbraun backen (ca. 3-4 min pro Seite) Anschließend auf Küchenpapier etwas abtupfen und mit Obst anrichten.

Dienstag, 10. September 2013

Die kleine, gesunde Azukibohne

Azukibohnen werden seit über 3000 Jahren in China angebaut und gelten seit 1000 Jahren speziell in Japan als eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt. Sie werden in der chinesischen Medizin sehr geschätzt und zusammen mit Vollkornreis gegessen versorgen sie den Körper mit allen essentiellen Aminosäuren. Mit einem Proteinanteil von über 25% ist sie eine der proteinreichsten Gemüsesorten überhaupt.
Sie gelten als krebspräventiv, antioxidativ für den Dickdarm und enthalten sowohl Vitamin B1 und B2 als auch Kalium, Eisen, Kalzium und wertvolle Ballaststoffe die unseren Darm säubern.

Ihr seht also: man sollte diese kleine Zauberbohne nicht unterschätzen ;)
Man bekommt sie in Asia- und Bioläden.

 Ich persönlich liebe ja jede Art von Bohnengerichten. Egal ob Bohnensuppe, Bohnengulasch oder Aufstriche...sie schmecken einfach immer sehr lecker und bereichern jeden Speiseplan :)

Heute hab ich mich mal an einem

Azukibohnengulasch mit Kürbis

versucht und es war sehr sehr lecker! Man sollte allerdings etwas Zeit haben um dieses Gericht zuzubereiten. Ihr werdet gleich merken warum:

Zutaten:

Azukibohnen getrocknet
1 Stück Kürbis (Hokkaido, Butternuss, was ihr gerade habt)
Thymian
Shoyu-Sojasauce
Salz

Zubereitung:

Ihr weicht zu allererst die Azukibohnen für etwas 12 Stunden (am besten über Nacht) in kaltem Wasser ein. Am nächsten Tag gießt ihr das Einweichwasser ab und gebt die Bohnen in einen Kochtopf wo ihr sie mit kaltem Wasser bedeckt. Nun lasst ihr das Ganze einmal aufkochen und schöpft dabei den Schaum ab der sich bildet. Das macht die Bohnen hinterher noch leichter verdaulich und verhindert Blähungen. Denn den armen Bohnen wird oft unrecht getan, richtig zubereitet bekommt man davon auch nicht mehr Blähungen als vom Gouda am Vortag.

Das macht ihr auch genauso wenn ihr daraus einen Aufstrich oder eine Suppe machen wollt.
Nachdem ihr die Bohnen aufgekocht habt und den Schaum abgeschöpft lasst ihr das ganze noch etwa 5 min ohne Deckel kochen, dreht dann die Hitze auf klein und deckt den Topf zu. Die Bohnen werden nun etwa 40 min gekocht. Guckt am besten alle 10 min mal rein ob die Bohnen noch mit Wasser bedeckt sind und gießt eventuell etwas nach.
In der Zwischenzeit schneidet ihr euren Kürbis in Stückchen. Nach den 40 min Kochzeit kommt der Kürbis zu den Böhnchen. Mit etwas Salz, Thymian und (ja böse ich weiß) einem kleinen Stückchen Gemüsesuppenwürfel würzen. Das ganze noch etwa 20 min weiterköcheln lassen bis die Bohnen weich sind und keine überschüssige Flüssigkeit mehr im Topf ist. Zum Schluss 1 TL Shoyu-Sojasauce dazugeben umrühren und servieren.



Montag, 9. September 2013

Vollkorn-Basmatireis mit Pilz-Lauchsauce und Brokkoli



Ich mach bei solchen Rezepten alles immer etwas nach Gefühl, speziell was das Gemüse angeht. Ihr müsst vielleicht selbst ein bisschen abschätzen wieviel ihr braucht bzw. essen möchtet:

Zutaten:

Vollkorn-Basmatireis (z.B. von Alnatura bei DM)

Für die Sauce:
ein paar Champignons
etwas TK oder frischen Biobrokkoli
1 Stange Lauch
Olivenöl zum Anbraten
etwas Weißwein zum Ablöschen

Für den Cashewrahm:
60 g Cashewkerne
150 g kaltes Wasser

eventuell ein paar Gute-Laune Blüten von Sonnentor zur Garnitur

Zubereitung:

Cashewkerne und Wasser in den Mixtopf geben und auf Stufe 10 für eine Minute zu einem cremigen Cashewrahm verarbeiten. Alternativ einen starken Mixer verwenden.

Basmatireis nach Packungsanweisung kochen (ca. 30 min)

Champignons blättrig schneiden und den Lauch in Ringe. Den Brokkoli in heißem Wasser ein paar Minuten überkochen bzw. auftauen. Nicht zu lange damit ihr nicht alle Vitamine rauskocht.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Lauch mit den Champignons anbraten.
Salzen, pfeffern und mit etwas Weißwein ablöschen. Mit Wasser aufgießen sodass der Boden der Pfanne in etwa 0,5 cm bedeckt ist. Nach Bedarf etwas Gemüsebrühepulver (oder besser noch selbst gemachte Gemüsebrühewürze) einrühren. Mit Cashewrahm aufgießen, umrühren und kurz aufkochen. Vorsicht bindet sehr stark!
Mit dem Basmatireis anrichten und eventuell mit ein paar Gute-Laune Blüten von Sonnentor garnieren.